Zahnfleischbluten ist ein wichtiges Signal für eine Parodontitis
Die Parodontitis (umgangssprachlich oft noch "Parodontose" genannt) ist neben der Karies die am häufigsten festgestellte Erkrankung im Mundraum – und eine der Hauptursachen für Zahnverlust im Erwachsenenalter. Die Praxis für Zahnheilkunde von Dr. Reinhold S. Meyer und Dr. Antje Engemann-Meyer in der Stadtmitte von Düsseldorf bietet moderne, wissenschaftlich fundierte Behandlungskonzepte für alle Stadien einer Parodontitis an – von der frühen Vorstufe bis zu komplexen Fällen mit starkem Knochenabbau.
Dr. Meyer ist Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Parodontologie sowie Gründungsmitglied der Studiengruppe Paroexcellence und verfügt über langjährige Erfahrung in Diagnostik, Therapie und Nachsorge dieser chronischen Erkrankung.
Wie bei vielen anderen Zahnproblemen sind auch bei Zahnfleischerkrankungen in erster Linie bakterielle Beläge (Plaque) die Ursache. Diese weichen Beläge bestehen aus Millionen von Mikroorganismen, die in einem dünnen Biofilm an den Zahnoberflächen haften. Wenn sie nicht regelmäßig und gründlich entfernt werden, produzieren die Bakterien Stoffwechselprodukte, die das Zahnfleisch reizen und eine Entzündungsreaktion auslösen.
Häufiges oder wiederkehrendes Zahnfleischbluten – etwa beim Zähneputzen oder beim Biss in einen Apfel – ist ein deutliches Warnzeichen. Es zeigt, dass die körpereigene Abwehr im Mund mit der Menge der Bakterien überfordert ist. In dieser Phase spricht man von einer Zahnfleischrandentzündung (Gingivitis). Sie ist noch vollständig heilbar, wenn sie früh erkannt und behandelt wird.
Damit aus diesem Alarmsignal keine fortschreitende Zahnbettentzündung (Parodontitis) wird, ist es entscheidend, die Plaquemenge rechtzeitig so weit wie möglich zu reduzieren. Neben einer sorgfältigen häuslichen Zahnpflege gehören dazu regelmäßige professionelle Zahnreinigungen in der Zahnarztpraxis, bei denen auch Beläge an schwer zugänglichen Stellen entfernt werden.
Wenn die Entzündung unbehandelt bleibt, arbeiten sich die Bakterien vom Zahnfleischsaum in die Tiefe vor. Dabei zerstören sie die feinen Fasern (Sharpey-Fasern), die den Zahn fest mit dem Knochen verbinden. Es entstehen sogenannte Zahnfleischtaschen – kleine Spalten zwischen Zahn und Zahnfleisch, in denen sich Bakterien ungestört vermehren können.
Die Infektion breitet sich dann weiter aus und erreicht den umgebenden Kieferknochen. Dieser wird allmählich abgebaut, um den Entzündungsherd zu bekämpfen – mit dem paradoxen Effekt, dass der Zahn seinen Halt verliert. Unbehandelt kann dieser Prozess schließlich zum Zahnverlust führen, selbst wenn der Zahn an sich völlig kariesfrei ist.
Typische Symptome einer fortgeschrittenen Parodontitis sind:
Parodontitis ist nicht nur ein lokales Problem im Mund. Studien zeigen, dass sie in Wechselwirkung mit verschiedenen Allgemeinerkrankungen steht:
Schlechter eingestellter Blutzucker begünstigt schwere Verlaufsformen. Umgekehrt kann die Behandlung einer Parodontitis die Blutzuckerwerte verbessern.
Entzündungen im Zahnbett können das Risiko für Herzinfarkt oder Schlaganfall erhöhen.
Eine unbehandelte Parodontitis kann das Risiko für Frühgeburten und niedriges Geburtsgewicht steigern.
... sind Rauchen, genetische Veranlagung, Stress, bestimmte Medikamente und eine unzureichende Mundhygiene.
Am Anfang jeder Behandlung steht eine präzise Befunderhebung. Dazu gehören die folgenden 4 Schritte:
Darauf folgt in der Regel eine Vorbehandlung:
Unter lokaler Betäubung erfolgt die sogenannte geschlossene Parodontitis-Behandlung. Dabei werden harte und weiche Beläge sowie bakterielle Biofilme von den Zahnwurzeloberflächen entfernt. Anschließend werden die Oberflächen geglättet, um eine erneute Anlagerung von Bakterien zu erschweren.
Unterstützend spülen wir die Zahnfleischtaschen mit einer speziellen, entzündungshemmenden Lösung – oft im Rahmen einer sogenannten Full-Mouth-Desinfektion, bei der alle betroffenen Bereiche in kurzer Zeit behandelt werden.
In besonders schweren Fällen kann eine offene Parodontaltherapie notwendig werden, bei der das Zahnfleisch minimalinvasiv angehoben wird, um tiefere Ablagerungen und Defekte direkt zu reinigen und gegebenenfalls knöcherne Strukturen zu regenerieren.
Da Parodontitis eine chronische Erkrankung ist, die nicht vollständig "geheilt" werden kann, ist eine konsequente Erhaltungstherapie entscheidend.
Nur so lässt sich das Fortschreiten der Erkrankung dauerhaft stoppen und das Risiko für erneute Entzündungsschübe minimieren.
Parodontitis ist weit verbreitet, verläuft oft lange unbemerkt und kann gravierende Folgen für Zähne, Zahnfleisch und die allgemeine Gesundheit haben. Wer erste Anzeichen wie Zahnfleischbluten ernst nimmt und frühzeitig professionelle Hilfe sucht, kann in den meisten Fällen den Verlauf stoppen und seine Zähne langfristig erhalten.
In unserer Praxis für Zahnheilkunde von Dr. Reinhold S. Meyer und Dr. Antje Engemann-Meyer in Düsseldorf kombinieren wir moderne Diagnostik, schonende Behandlungsmethoden und eine engmaschige Betreuung, um Ihnen wieder ein gesundes, festes Zahnfleisch und einen sicheren Biss zu ermöglichen.
Wir haben unsere Praxis so organisiert, dass Sie nicht warten müssen.
Unsere Zahnarztpraxis hat ein Ziel: Die Gesundheit Ihrer Zähne. Dafür tun wir alles.
Die Tonhallenstraße finden Sie direkt an der Schadowstraße in der Düsseldorfer Innenstadt.
Im Beratungsgespräch finden wir mit Ihnen gemeinsam die optimale Behandlung.